Kerzenlicht, Gemeinschaft und der Duft frisch gebackener Plätzchen: Der Lebendige Adventskalender im Stadtteilprojekt lud zum Innehalten ein.
Ein stiller Anfang der Adventszeit – getragen von Gemeinschaft und Wärme
Am 2. Dezember 2025 durfte das Stadtteilprojekt des Diakonischen Werkes Eichsfeld-Mühlhausen e. V. erstmals Gastgeber im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders des Evangelischen Kirchenkreises Mühlhausen sein. In der Martinivorstadt öffnete sich an diesem Abend ein Ort der Begegnung, der Ruhe und des gemeinsamen Innehaltens – ein Ort, an dem die Adventszeit bewusst beginnen durfte.
Der Lebendige Adventskalender ist eine besondere gemeinschaftliche Aktion in der Vorweihnachtszeit. Tag für Tag öffnet sich an wechselnden Orten in der Stadt eine Tür, hinter der Menschen zusammenkommen, um bei Liedern, Geschichten, Gebeten und stillen Momenten dem Alltag für kurze Zeit zu entfliehen. Er lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen – füreinander, für Gespräche und für das, was im Advent wirklich trägt.
In einer offenen, wertschätzenden und herzlichen Atmosphäre versammelten sich Nachbarinnen und Nachbarn, Besucherinnen und Besucher sowie Menschen aus dem Stadtteilprojekt, um gemeinsam diesen besonderen Moment zu erleben. Kerzenlicht, leise Stimmen und die bewusste Entschleunigung des Abends ließen eine Stimmung entstehen, in der Gemeinschaft spürbar wurde. Es war ein Raum, in dem niemand etwas leisten musste – sondern einfach da sein durfte.
Besonders deutlich wurde dieser Gemeinschaftsgedanke bereits am Tag zuvor. Gemeinsam mit den Kindern verwandelte sich das Stadtteilprojekt in eine lebendige Weihnachtsbäckerei. Mit viel Freude, Lachen und eifrigen Händen wurde Teig geknetet, ausgestochen und gebacken. Mehl an den Händen, der Duft frisch gebackener Plätzchen und das gemeinsame Tun schufen eine Atmosphäre voller Vorfreude und Verbundenheit. Hier entstand nicht nur Gebäck, sondern ein gemeinsames Erlebnis.

Am Abend des Lebendigen Adventskalenders wurden die selbstgebackenen Plätzchen an die Gäste verteilt. Sie waren mehr als eine kleine Leckerei: Sie standen sinnbildlich für das Miteinander, für das Teilen und für die Zeit, die Menschen füreinander investiert haben. Gemeinschaft wurde an diesem Abend nicht nur sichtbar, sondern auch schmeckbar.
Der Abend im Stadtteilprojekt zeigte eindrücklich, wie wertvoll solche stillen, gemeinschaftlichen Momente sind. Der Lebendige Adventskalender schenkte einen behutsamen Einstieg in die Adventszeit – getragen von Offenheit, Herzlichkeit und dem Gefühl, Teil eines größeren Miteinanders zu sein. Er machte deutlich, dass Advent nicht laut sein muss, sondern dort beginnt, wo Menschen zusammenkommen, einander zuhören und gemeinsam Hoffnung teilen.
Autor: E. Zieger